Indras Tutorial : Der Blick

Hallo an Euch da draussen, meine lernwilligen Schüler,

Vor ein paar Wochen habt Ihr sicherlich mit grosser Spannung den ersten Teil meiner Tutorial-Reihe gelesen: How to schleich in the Bett for Pro’s

Ich habe einige nette Feedbacks bekommen, Erfolgsmeldungen aber leider auch kläglich gescheiterte Bemühungen und immer wieder wurde mir mitgeteilt, dass es hauptsächlich an Punkt 3 der Ausführung hapert: der Blick.

Ich dachte mir, es ist an der Zeit, Euch da mal eine genauere Einführung in die Materie zu geben?

Der Blick ist die wichtigste Waffe einer Bulldogge, aber auch so manch anderer Hunderasse. Bei uns Bullys funktionniert sie aber besonders gut, wegen dem so genannten Kindchenschema: die grossen, runden Köpfe und Augen, das kleine Gesichtchen, ja das alles macht es uns eigentlich relativ einfach, die Zweibeiner um die Pfoten zu wickeln.

Der Blick, in absoluter Perfektion ausgeführt, sieht in etwa SO aus:

„Der Blick“ by Indra

Dass es hierzu einiger Übung bedarf, versteht sich von selbst. Ich werde jetzt einmal versuchen, Euch das Ganze näher zu bringen, langsam und Schritt für Schritt.

  1. Den Blick trainiert Ihr am Besten in Situationen, in denen Ihr ihn nicht als Verteidigung einsetzt, sondern als Angriff! Am besten sucht Ihr Euch etwas aus, das Ihr unbedingt haben wollt, z.B. ein Stückchen Fleisch wenn Mama oder Papa gerade am Kochen sind und wieder mal vorhaben, die wirklich leckeren Sachen selber zu essen und nicht zu teilen, hmmmpf! Wir führen die weiteren Schritte dann auch mal an diesem Beispiel weiter aus.
  2. Sobald Ihr das Objekt der Begierde ausfindig gemacht habt, müsst Ihr Euch überlegen, wie Ihr am Besten auf Euch aufmerksam macht. Ein kleiner Tipp, Bellen kommt dabei meistens nicht so gut… Meiner einer liegt prinzipiell immer schon mal an strategisch wichtigen Punkten in der Küche herum. Wenn Ihr das erste Mal den Satz hört: „wie schaffst Du es eigentlich, immer überall gleichzeitig im Weg zu sein?“, dann ist dies ein Indikator, dass Ihr alles richtig macht.
  3. Nutzt den Moment, wenn der besagte Zweibeiner mal kurz durchatmen möchte. Die Chance seine volle Aufmerksamkeit zu erhaschen ist so weitaus grösser. Stellt Euch auf die Hinterpfoten, lehnt Euch gegen ihn und stupst ihn mit Nase oder Vorderpfote an. (Dies gilt nicht für besonders grosse Vertreter unserer Spezies denn man merke: der Blick funktioniert NUR von unten!!!). Im Notfall ist auch mal ein bisschen Ankratzen erlaubt – aber nicht zu dolle, der Mensch soll ja in der richtigen Stimmung und somit aufnahmebereit für den Blick sein!
  4. Schon während Ihr Euch hochstellt, versucht Ihr an etwas ganz ganz fürchterliches zu denken; was jetzt kommt, klingt hart, aber wer den Blick beherrschen will, muss da durch: am Besten stellt Ihr Euch einen ganz ganz grossen und komplett LEEREN Napf vor!!!
    Ihr werdet schon alleine beim Gedanken daran traurig und seid entsetzt? Prima, denn genau das ist das Ziel! SO müsst Ihr kucken.
  5. Zur Verstärkung macht Ihr die Augen ganz weit auf und achtet darauf, dass Ihr immer von so weit unten wie möglich nach oben schaut, leicht schräges Kucken kann das Ganze noch verstärken.
  6. Wenn Ihr es nach ein paar Versuchen auch noch schafft, gleichzeitig ein paar Mal schwer hintereinander kräftig auszuatmen, oder zu schnaufen, dann verstärkt das den Grad Eurer Verzweiflung nicht nur, mit etwas Glück bildet sich dann an Eurer Unterlippe noch die sogenannte „Schippe“ und der Erfolg ist Euch nahezu garantiert!
  7. Wenn Ihr in solch oder ähnlichen Situationen schon gut trainiert seid, generalisiert Ihr den Blick auf andere Situationen im Alltag und testet aus, wie gut Ihr den Menschen darauf konditioniert habt. Wenn der Mensch erstmal zuverlässig auf den Blick reagiert, dann seid Ihr bereit, ihn auch als Verteidigung spontan einzusetzen, z.B. wenn Ihr nachts beim Versuch erwischt werdet, das Bett für Euch zu erobern.

Der Blick in Perfektion ausgeführt, funktioniert übrigens nicht nur bei Hunden. Ihr dürft es natürlich den „Fellkotzern“ nicht verraten, aber auch bei Katzen hilft’s! Und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mich auch ein bisschen bei einem sehr berühmten Kater inspiriert – gekonnt ist eben gekonnt:

So Ihr Lieben, viel Spass und Erfolg beim Üben wünscht Eure Indra.

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5 Kommentare zu “Indras Tutorial : Der Blick

  1. Pingback: Indras Tutorial: how to schleich in the Bett for Pro’s | A Frenchie's Tale

  2. Bin gerade über Facebook auf diesen schönen Blog gestoßen, liest sich herrlich 🙂 Labbis können das mit dem „Oh gott, wie süüüüß sie guckt“-Blick auch, zumindest meine Maus.

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Lotti und Anna

    • Vielen Dank für Dein nettes Feedback, Anna!
      Wir haben einige Labbi-Freunde, von denen wir ganz begeistert sind.
      Deine Seite schauen wir uns gleich mal genauer an: sieht vielversprechen aus und der Osterhase kommt ja erst noch… 😉
      Liebe Grüsse nach Berlin – eine unserer Lieblingstädte!
      Jasper, Duke & Indra

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